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Presse
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Web-Mitteilung
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Neuer Vorstand
Auf der Mitgliederversammlung vom 22. März 2012 wurde ein neuer Vorstand für den CDU-Gemeindeverband Worpswede gewählt:
Vorstand CDU-Gemeindeverband Worpswede
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Pressemitteilung von Axel Miesner MdL
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Städtebauförderung 2012: Worpswede erhält auch in diesem Jahr 1.000.000 Euro Worpswede. Die Gemeinde Worpswede profitiert von 1.000.000 Euro aus dem Städtebauförderungsprogramm, Teilprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“der Landesregierung für 2012. Das ist eine wichtige Unterstützung für die Gemeinde als das deutsche Künstlerdorf.
Mit Unterstützung von Städtebauförderungsmitteln versetzt Niedersachsens Sozial ministerin Aygül Özkan (CDU) die Kommunen in die Lage, konjunkturwirksam möglichst kurzfristig zu investieren. Mit dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ werden Bundes- und Landesmittel in Höhe von insgesamt mehr als 13,5 Millionen Euro an die Kommunen vergeben. Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass es Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan und den kommunalen Spitzenverbänden gelungen ist, den Bund dazu zu bewegen, seine erneuten Kürzungsbeschlüsse für dieses Jahr zurückzunehmen und die Höhe der Bundesfinanzhilfen zumindest auf dem Niveau des Jahres 2011 zu belassen.
Mit freundlichen Grüßen gez. Axel Miesner
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Presseerklärung der CDU Worpswede
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Die CDU Fraktion freut sich, dass die von uns geforderte neue Form der Bürgerbeteiligung startet. Die Bürgerversammlungen am Dienstag (10.01) in Mevenstedt und am Donnerstag (12.01.) in Schlußdorf jeweils 18.30 Uhr, werden unseren Bürgern die Möglichkeit geben, sich aktiv Gehör bei Politik und Gemeindeverwaltung zu verschaffen. Wir sind der festen Überzeugung, eine hervorragende alternative zu den Ortsräten geschaffen zu haben. Unseres Wissens ist diese Art der Bürgerbeteiligung im Landkreis einmalig. Per Satzung wird festgelegt, wie viele Versammlungen mindestens pro Jahr in den Ortschaften durch den/die Ortsvorsteher einzuberufen sind. Desweiteren können unsere Bürger durch Unterschriften (nur 5% der Wahlberechtigten der betreffenden Ortschaft sind erforderlich!) zusätzliche Versammlungen bei Bedarf einfordern. Die Versammlungen werden mit den Bürgern für die Bürger durchgeführt. Die Verwaltung wird u.a. zu aktuellen Themen wie z.B. die von uns initiierte Außenbereichssatzung informieren. Es ist jedem möglich sich einzubringen. Es gibt keine Fragestunde o.ä., welche unsere Bürger in der Vergangenheit in den Ortsräten nur sehr begrenzt Einbringungsmöglichkeiten erlaubt haben.
Uns ist es sehr wichtig, dass unsere Bürgerinnen und Bürger von dieser Möglichkeit sehr regen Gebrauch machen und ihre Bürgerversammlung besuchen. Seitens der CDU-Fraktion werden wir alle Bürgerversammlungen begleiten. Wir erhoffen uns von den Bürgern Anregungen und Informationen über die der Ortschaft betreffende Probleme und Wünsche. Gleichfalls sehen wir uns verpflichtet den Bürgerinnen und Bürgern auch in diesen Versammlungen als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.
Wir appellieren an unsere Bürgerinnen/Bürger zu Ihren Versammlungen zu gehen.
Die weiteren Bürgerversammlungen finden in Waakhausen (5.3), Worpswede (15.3), Ostersode (19.4), Neu Sankt Jürgen (24.4), Hüttenbusch (3.5) sowie in Überhamm (24.5) statt.
Stephan Kück-Lüers Fraktionsvorsitzender CDU-Ratsfraktion im Gemeinderat Worpswede
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Adventsstunde der Senioren-Union Worpswede
Am 16. Dezember 2011 trafen sich die Mitglieder der Senioren-Union Worpswede zu ihrer traditionellen Adventsstunde. In der Cafeteria des Worpsweder Hallenbades verbrachten 25 Seniorinnen und Senioren einen gemütlichen Abend in der Vorweihnachtszeit. Hierzu konnten Sie auch Hubert Hahndrich, den Vorsitzenden der CDU-Worpswede, herzlich begrüßen. Nach einem gemeinsamen Essen berichtete der Vorsitzende Jan Peter Blanke über die im Jahre 2011 durchgeführten Veranstaltungen, wobei besonders die monatlichen Informationsveranstaltungen zu Themen wie „Gesundheitsreform“, „Generationsfreundliches Niedersachsen“, „Wie extrem ist die Linke“, „Haushaltsplan der Gemeinde“, „Ein Pflegefall – was ist zu tun, „Chancen für Deutschland nach der Weltwirtschaftskrise“, „100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Worpswede“, „Kommunalwahlen 2011“, „Chancen und Risiken der Energiewende“, „Tourismusangebote in Worpswede“, Bericht aus dem Niedersächsischen Landtag“ und „Eurokrise; Europa am Ende?“, besonders bei den Mitgliedern angekommen sind und durch kompetente Referenten für viel Gesprächsstoff gesorgt haben. Für das Jahr 2012 ist schon wieder eine Reihe von interessanten Themen geplant. Hubert Hahndrich berichtete über die ersten Aktivitäten des neu gewählten Gemeinderates und besonders über die am Vorabend durchgeführte Gemeinderatssitzung. Eine besondere Ehrung erfuhr das Mitglied, Frau Erika Weidlich-Wallmoden, der vom Vorsitzenden Jan Peter Blanke die Urkunde für 10-jährige Mitgliedschaft in der Senioren-Union, unterschrieben vom Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Otto Wulff, vom Landesvorsitzenden Rainer Hajek und vom Kreisvorsitzenden Hans-Ludwig Demann überreicht wurde (Bild). Nach einigen Beiträgen der Mitglieder zum Advent, einem kleinen Weihnachtsgeschenk und den besten Wünschen für eine gesegnete Weihnacht und ein gutes neues Jahr, wurde die Veranstaltung in guter Stimmung beendet. Jan Peter Blanke
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Ernst Orgel Scheidet nach 20 Jahren als stellvertretender
Bürgermeister aus: Ernst Orgel.
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Gemeindeakten mit dem Ackerwagen geholt Erich Geffers scheidet nach 43 Jahren im Rat aus, der stellvertretende Bürgermeister Ernst Orgel nach 20 Jahren
Von Michael Wilke Worpswede. Einen Tag nachdem Erich Geffers in Überhamm zum Bürgermeister gewählt worden war, spannte er die Pferde an. Mit dem Ackerwagen holte er 1968 den Büroschrank von seinem Vorgänger ab. Die Gemeindeakten packte Geffers in drei Zinkwannen auf dem Wagen. Die Ratssitzungen leitete der Landwirt in seiner Stube. So war das damals. 43 Jahre später verabschiedet sich der Christdemokrat mit 76 Jahren von der politischen Bühne. Zur Kommunalwahl tritt er nicht mehr an. Worpswedes stellvertretender Bürgermeister Ernst Orgel hört nach 20 Jahren Gemeindepolitik auf. Als junger Mann hat sich Erich Geffers in der Landjugend engagiert, Anfang der 60-er Jahre war er Kreisvorsitzender. Damals gab es noch kein Auto auf dem Hof. So fuhren sie mit dem Zug oder mit dem Rad zu den Versammlungen. 1966 trat Geffers in die CDU ein. Die Gemeindepolitik interessierte ihn. Ein Vorbild gab es auch. Sein Vater Alfred Geffers war bis 1965 Bürgermeister in Überhamm. Drei Jahre später kandidierte Erich Geffers für den Gemeinderat. Am 11. Oktober 1968 wählte ihn der Rat zum Bürgermeister. Das Dorf war überschaubar, 220 Einwohner lebten in Überhamm. Wer eine Bescheinigung brauchte, ging zu Geffers. "Damals spielte sich alles im Haus ab", sagt der 76-Jährige. Die Gemeindepolitik wurde auf dem Bauernhof gemacht, der Gemeinderat tagte "bei uns in der Stube". Da war Platz genug für die kleine Ratsmannschaft. "Wir waren fünf, glaube ich", sagt Erich Geffers. Der gemeindeeigene Büroschrank mit den Gemeindeakten stand im Wohnzimmer. Parteipolitik spielte im Dorf keine Rolle, große Debatten gab es nicht. Das Geschäft des Bürgermeisters kannte Erich Geffers "schon so'n bisschen" von seinem Vater. Im Mai 1969 wurde der Umbeckweg gepflastert. Der lag zwar auf Worpsweder Gebiet, doch zeigte die große Nachbargemeinde wenig Interesse am Ausbau. "Für Überhamm war der Umbeckweg schon notwendig, um auf die Hauptstraße zu kommen", erinnert sich Geffers. Darum bezahlte die kleine Gemeinde die Befestigung. Alle paar Wochen mussten die Bürgermeister zum Landkreis, vor allem, wenn Baumaßnahmen anstanden. 1972 wurde Erich Geffers als Bürgermeister wiedergewählt. Am 28. Januar 1974 leitete er die letzte Sitzung des Überhammer Gemeinderats in seiner guten Stube. Dann ging die kleine Gemeinde Überhamm in der großen Gemeinde Worpswede auf. Das war keine Zwangsmaßnahme gegen den Willen der Überhammer. Schon 1970 hatte der kleine Rat für den Anschluss an Worpswede gestimmt. Erich Geffers blickte zufrieden auf seine Amtszeit zurück. Zwei Bebauungspläne hatte der Rat beschlossen, an der Dorfstraße und an der Bahn, damit dort gebaut werden konnte. Die Straße Zu den Höfen war neu gebaut worden, eine kleine Ringstraße, die näher an den Höfen lag als die Überhammer Straße. "Die Politik hat mir immer Spaß gemacht", sagt Erich Geffers. "Wenn man was beschickt, was bewegt." Einfach war das nicht immer. Etwa beim Straßenbau. Der eine wollte die Straße nahe am Haus haben, der andere ein bisschen weiter weg. Immer galt es, Kompromisse zu finden. Schön war's immer, wenn die Straße dann fertig war. Auch im Worpsweder Gemeinderat hat Erich Geffers in den 37 Jahren den Kompromiss gesucht. Mit den SPD-Fraktionsvorsitzenden Hermann Pelke und Andreas Uphoff habe er sich gut verstanden, sagt der CDU-Mann, auch mit Hanna Thum von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG). 20 Jahre stritten die Politiker über den neuen Standort für den Aktivmarkt. "Wir waren ja für die Hörenbergwiese, aber nun ist es auch in Ordnung." So groß wie an der Osterweder Straße wäre der Markt am Hörenberg nicht geworden. "Das kann jetzt auch Wiese bleiben", sagt Geffers. "Man braucht ja nicht alles zuzupflastern." Ohne seine Frau Lisa hätte der Landwirt keine Politik machen können. Sie hat ihn abends um sechs immer abgelöst beim Melken und Viehfüttern, wenn er zur Sitzung musste. Das war schon schwierig damals, als die drei Kinder noch klein waren. Ins kalte Wasser gesprungen Anders als Geffers ist Ernst Orgel vor 20 Jahren ins kalte Wasser gesprungen. Von der Gemeindepolitik hatte der selbstständige Maurermeister keine Ahnung, als ihn der damalige Gemeindebürgermeister Johann Kück anwarb. "So einen brauchen wir in der CDU", hieß es, als Orgel auf der Hörenbergwiese schon mal Pflöcke einschlug, um den Christdemokraten eine Vorstellung von der Größe des künftigen Aktivmarkts zu vermitteln. Ernst Orgel kandidierte 1991 für den Rat, wurde prompt gewählt - und war wenig später stellvertretender Bürgermeister an der Seite von Johann Kück. Gleich zu Beginn der Amtsperiode erkrankte der Bürgermeister - nun war Orgel gefordert. Eine stressige Zeit, "da wollte ich schon mal aufhören, das war mir zu viel", sagt er heute. Doch Ernst Orgel ist keiner, der so schnell aufgibt. Er fuchste sich rein in die kommunale Arbeit und fand Gefallen daran. "Wenn man den Durchblick hatte, war das ganz interessant." 20 Jahre hat Orgel die Gemeinde als stellvertretender Bürgermeister vertreten und 20 Jahre im wichtigsten Ausschuss mitgearbeitet - im Verwaltungsausschuss, der alle Beschlüsse des Rates vorbereitet. Auch als Ratsvorsitzender war er auf Ausgleich bedacht. "In Worpswede muss man immer Alternativen haben und Alternativen zustimmen können", sagt er. Bei "drei größeren Parteien" - CDU, SPD und UWG, der Unabhängigen Wählergemeinschaft - sei das "immer ein Geben und Nehmen" gewesen. Am Ende war er, nach Schlaganfällen gesundheitlich angeschlagen - des vielen Diskutierens, dieser ewigen "Kabbelei" müde. So tritt Ernst Orgel ab von der politischen Bühne, mit einem bitteren Beigeschmack. "Ich bin traurig über den Verlust der weiterführenden Schule", sagt er. "Das hat schon weh getan. Man hätte mehr dafür kämpfen müssen."
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 6 Datum: 10.09.2011
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Ernst Geffers in seiner guten Stube Vor 40 Jahren tagte hier der Gemeinderat von Überhamm. Damals war der Landwirt Bürgermeister in dem kleinen Dorf, das 1974 eingemeindet wurde. Danach arbeitete er im Worpsweder Rat weiter und war als Ortsvorsteher für die Bürger da. FOTOS: HASSELBERG
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Zum Wählen reicht Ausweis Gemeinde: Karte nicht zwingend nötig Von Michael Wilke Worpswede. Wer seine Wahlbenachrichtigungskarte verloren oder verlegt hat, kann am Sonntag, 11. September, trotzdem wählen gehen. Es reicht, wenn die Bürger im Wahllokal ihren Personalausweis vorlegen. Darauf weist Bürgermeister Stefan Schwenke hin. Es könnte auch sein, dass einige Gemeindebewohner keine Wahlbenachrichtigung bekommen haben. In einem Straßenzug habe es bei der Zustellung Probleme gegeben, erklärt Schwenke. Die Deutsche Post AG sei mit Nachforschungen beauftragt worden. Wählen darf nur, wer im Wählerverzeichnis seiner Heimatgemeinde steht. Ob er im Wahllokal die Wahlbenachrichtigung der Gemeinde oder seinen Ausweis vorlegt, ist zweitrangig. Wer nicht sicher ist, ob er im Wählerverzeichnis steht, kann Michael Blechmann im Worpsweder Rathaus anrufen. Der für die Wahl zuständige Abteilungsleiter Innere Dienste hat die Telefonnummer 04792/31216. Überall in Niedersachsen werden am Sonntag, 11. September, neue Gemeinderäte und Samtgemeinderäte, Stadträte und Kreistage gewählt. In vielen Landkreisen wählen die Bürger auch neue Landräte und Bürgermeister. Im Kreis Osterholz stehen am Sonntag der Osterholzer Landrat Jörg Mielke und der Lilienthaler Bürgermeister zur Wahl; ihre Amtszeiten laufen ab. Die Wahllokale sind am Sonntag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Michael Blechmann weist die Gemeindebewohner auf einige Änderungen hin. Vor fünf Jahren wählten die Überhammer und die Neu Sankt Jürgener noch im Gasthof Tienken. Heute existiert der Gasthof Tienken nicht mehr; er wurde im August 2009 geschlossen. Am Sonntag wählen die Überhammer im Vereinsheim des Tennis-Clubs (TC) Eiche Neu Sankt Jürgen. Die Neu Sankt Jürgener geben ihre Stimmen im Bauhof der Gemeinde ab. Es gibt noch eine dritte Änderung bei den Wahllokalen. Im Philine-Vogeler-Haus wird diesmal nicht gewählt. Das Haus wird im Zuge des Masterplans zum Besucherinformationszentrum ausgebaut. Zwar haben die Umbauarbeiten noch nicht begonnen, doch hat die Gemeinde das Wahllokal sicherheitshalber ins Alte Rathaus verlegt.
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 3 Datum: 09.09.2011
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CDU zeigt sich beim Erntefestumzug Thum: Fest darf mit Wahlkampf nichts zu tun haben / Hahndrich: Wir unterstützen Tradition und Gemeinschaft Von Michael Wilke Worpswede. Hanna Thum war entsetzt, als sie den Worpsweder Erntefestumzug sah. In der Schlange der geschmückten Erntewagen rollte ein Torfkahn mit, an dem Schaulustige die Großbuchstaben CDU lasen. Im Boot fuhren fröhlich winkende Kandidaten für den Gemeinderat mit. Für die langjährige Ratsfrau der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) ist das ein Tabubruch. "Niemals ist so etwas bisher geschehen, es kam einfach gar nicht in Frage, man tat es nicht", betont Thum, die nach 30 Jahren im Rat nicht wieder kandidiert. Hubert Hahndrich, Spitzenkandidat der Union, versteht die Aufregung nicht. "Politik ist Bestandteil des Lebens in Worpswede, und da ist es völlig legitim, wenn die CDU ein ortsübliches Fahrzeug herrichtet, um sich an diesem lebendigen Umzug zu beteiligen", sagt Hahndrich - zumal die Union "keine übermäßige Beflaggung" vorgenommen habe. Einen "dezenten Hinweis" auf die Partei hätten sich die Christdemokraten "nicht verkneifen" können. Doch hätten sie die drei Großbuchstaben mit der Laubsäge ausgesägt und weder schwarz noch rot gestrichen. Hahndrich findet die Kritik der politischen Konkurrenz "total überzogen". "Ein Erntefestumzug darf mit Wahlkampf nichts zu tun haben, wenn das Erntefest seinen verbindenden Charakter nicht verlieren soll", betont dagegen die UWG-Vorsitzende Hanna Thum. Sie hofft, "dass dieser peinliche Auftritt der CDU-Riege einmalig bleibt". Das wird er nicht. Die Christdemokraten wollen bei Erntefestumzügen auch künftig Flagge zeigen. Das betonen Hubert Hahndrich und Stephan Kück-Lüers, der Fraktionsvorsitzende der Union im Worpsweder Gemeinderat. Kück-Lüers räumt ein, dass die Aktion bei einigen Zuschauern einen "faden Beigeschmack" hinterlassen haben könnte, so kurz vor der Kommunalwahl am Sonntag, 11. September. "In Worpswede war das ja erstmals so." Doch geht der CDU-Politiker davon aus, "dass wir auch bei den nächsten Umzügen dabei sind. Wir werden das fortsetzen und es auch dann machen, wenn keine Wahlen sind." Das unterstütze die Veranstalter der Erntefeste, die froh über jeden Wagen seien. In diesem Jahr seien nur knapp zwei Dutzend Erntewagen durch Worpswede gerollt; das sei schade. Die Christdemokraten Hahndrich und Kück-Lüers weisen darauf hin, dass die Teilnahme von politischen Parteien bei anderen Erntefesten seit Jahren gang und gäbe sei, etwa beim Osterholzer Erntefest, in Garlstedt und in Scharmbeckstotel. In der Kreisstadt rollte die Junge Union in der fröhlich-bunten Erntewagen-Parade mit. Auch die Linkspartei hatte diesmal einen Wagen angemeldet. Dieter Kück kandidiert als Neuling für den Worpsweder Rat auf der Liste der SPD. Er kritisiert die Union scharf: Die Torfkahn-Aktion beim Erntefest setze den Wahlkampf-Aktivitäten der Christdemokraten "die (Ernte-) Krone auf", meint er. "Als gebürtiger Worpsweder habe ich bei den etwa 30 bis 40 Erntefesten, die ich im Ort erlebte, nicht ein einziges Mal Parteienwerbung im Umzug gesehen. Aus gutem Grund: An diesem Tag sollte gemeinsam und in Frieden gefeiert werden." Kück: Auch NPD könnte mitfahren Sollte das Beispiel der CDU Schule machen, sieht Dieter Kück schwarz. Wegen des rechtlichen Grundsatzes der Gleichbehandlung dürften dann in Zukunft alle Parteien - "auch zum Beispiel die NPD" - mit eigenen Erntewagen mitfahren. "Was ja niemand will", glaubt der SPD-Kandidat für den Gemeinderat. "Jedenfalls darf sich keine Partei zu Lasten der Konkurrenten einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Das gehört sich einfach nicht." Hubert Hahndrich sieht das ganz anders. "Warum sollten wir uns verstecken? Wir unterstützen diese tolle Tradition und die dörfliche Gemeinschaft." Hahndrich lädt "jede politische Partei ein, es uns gleich zu tun. Da begrüße ich alle - außer der NPD."
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 3 Datum: 09.09.2011
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"Ortsrat a. D. - wir sind traurig" Neu Sankt Jürgener Gremium tagt nach 37 Jahren zum letzten Mal Von Johann Schriefer Worpswede-Neu Sankt Jürgen. Nach 37 Jahren kam der Neu Sankt Jürgener Ortsrat in der Bahnhofsgaststätte zu seiner letzten Sitzung zusammen. Dazu hatte Bürgermeister Stefan Schwenke auch die ehemaligen Mitglieder eingeladen. Als Ortsbürgermeister Klaus-Dieter Postels (CDU) die Sitzung um 20.55 Uhr schließen wollte, bat der frühere langjährige Ortsbürgermeister Johann Kück noch einmal um das Wort: Im Namen der Klönabendrunde des Heimatvereins überreichte er Postels ein Plakat mit der Aufschrift: "Ortsrat a. D. - wir sind traurig. Aber: Die Hoffnung auf Besseres stirbt zuletzt!" Bevor der Bürgermeister zur Verabschiedung der aktuellen Mitglieder kam, hatte der Ortsrat noch eine kurze Tagesordnung abzuarbeiten. Wichtigster Punkt war ein Antrag des TSV Eiche auf einen Zuschuss zu den Sanierungsarbeiten an seinem Sporthaus in Höhe von 11000 Euro; Begründung: Die Heizungsanlage müsse erneuert werden; Kosten: 15355. Dazu kämen Duschelemente, Fliesen- und Stemmarbeiten; das erhöhe den Gesamtbetrag auf 20500 Euro. Nach Abzug von Aufwendungen und Eigenleistungen des TSV bleibe eine Finanzierungslücke von 11000 Euro. Hartmut Monsees (parteilos) plädierte für eine Förderung, empfahl aber, Angebote weiterer Firmen einzuholen. Johann Tienken (CDU) unterstrich die Notwendigkeit - der Schornsteinfeger habe die Anlage zum letzten Mal für ein Jahr abgenommen. Einstimmig empfahl der Ortsrat, weitere Angebote einzuholen, weitere Fördermöglichkeiten auszuloten und zu prüfen, ob ein Zuschuss noch 2011 oder erst 2012 bewilligt werden kann. Bürgermeister Schwenke erklärte, ein Handwerksbetrieb interessiere sich für die Ansiedlung im Gewerbegebiet. Die Humuswerke hätten ein Grundstück für die Erweiterung ihrer Lagerfläche erworben. Hartmut Monsees regte an, die Sanierung des Hasenweges abzuschließen. Er wies auf Schäden Am Schiffgraben und an der Schlußdorfer Straße hin. Bei der Verlegung von Kabeln seien Fuß- und Radfahrwege stellenweise ausgehöhlt worden. Daraus ergäben sich erhebliche Folgekosten. Für solche Hinweise sei er immer dankbar, sagte Schwenke. In der Einwohnerfragestunde mahnte Norbert Becher die beantragte Leuchte an der Bushaltestelle an der Einmündung des Kniependamms in die L 153 an: Sie sei wichtig für die Schulkinder. Schwenke versprach, sich darum zu kümmern. Der Bürgermeister verabschiedete Klaus-Dieter Postels, der dem Ortsrat zehn Jahre, davon sieben Jahre als Ortsbürgermeister, angehört habe. Er verabschiedete er Frank Harms (SPD) und Johann Tienken nach jeweils 15 Jahren sowie Harry Stelljes (CDU) und Hartmut Monsees, die fünf Jahre dabei waren. Schwenke würdigte ihre Arbeit zum Wohle der Ortschaft und der Gemeinde und überreichte ihnen je eine Ehrenurkunde und ein Präsent. Heiko Pankoke bekommt seine Urkunde für fünfjährige Zugehörigkeit später. Schwenke hob hervor, dass künftig ein Ortsvorsteher die Interessen der Einwohner und Vereine an die Gemeinde herantragen könne und dass zwei Mal im Jahr eine Bürgerversammlung stattfinden werde. Zusätzliche Bürgerversammlungen könnten auf Antrag von fünf Prozent der Wahlberechtigten einberufen werden. Die Bürgerbeteiligung sei weiter gewährleistet.
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 3 Datum: 09.09.2011
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Wie kommt Worpswede raus aus den roten Zahlen? Kandidaten präsentieren unterschiedliche Lösungsansätze / Gemeindefusion stößt bei den meisten auf Skepsis
Von Michael Wilke Seit Jahren steckt Worpswede in den roten Zahlen: Die Einnahmen reichen nicht, um die Ausgaben auszugleichen. So summieren sich die Haushaltsdefizite zu Millionenbeträgen. Dazu kommen langfristige Schulden aus Investitionen in Schulen und Kindergärten, Straßen und Sportstätten. Die Landesregierung macht hoch verschuldeten Kommunen ein Angebot: Wenn sie fusionieren, nimmt ihnen ein Schuldenfonds das Gros ihrer kurzfristigen Kreditschulden ab. Was sagen die Kandidaten der Parteien und Gruppen dazu? Wo sehen sie Sparmöglichkeiten? Hubert Hahndrich (CDU) will die Konsolidierung der Gemeindefinanzen konsequent fortsetzen. "Wir müssen alle Ausgaben und die Ausgabenstruktur unter die Lupe nehmen", sagt er. "Einsparmöglichkeiten gibt es immer wieder." Wo konkret? Da will sich Hahndrich noch nicht festlegen. Wichtig ist ihm, dass alle Investitionen der Gemeinde auf Nachhaltigkeit, soziale Notwendigkeit und wirtschaftlichen Nutzen geprüft werden. Das Konzept für Gemeindefusionen sei noch nicht ausgereift, die Teilentschuldung löse nicht alle Finanzprobleme der Gemeinde. Ausschließen will Hahndrich eine Fusion nicht. Doch werden die CDU "auf gar keinen Fall einer Aufgabe der Eigenständigkeit Worpswedes" zustimmen, betont er. Sinnvoll sei die Kooperation mit anderen Gemeinden und die Bündelung von Verwaltungsabläufen. "Die Kommunen sind unterfinanziert", meint Andreas Uphoff (SPD). "Kindergärten, Schulen, Sozialleistungen - die Pflichtausgaben überschreiten schon unsere Einnahmen." Freiwillige Leistungen zu kürzen, komme für die SPD nicht in Frage. "Feuerwehren und Vereine sind unverzichtbar für den Zusammenhalt." Da Worpswede nicht über große Gewerbebetriebe verfüge, habe die Gemeinde keine Chance, den Etat aus eigener Kraft zu konsolidieren. Von einer Gemeindefusion hält Uphoff nicht viel. "Schuldenerlass gut und schön - aber es nutzt nichts, wenn sich zwei zusammentun und dann neue Schulden entstehen." Jochen Semken (UWG) teilt Uphoffs Bedenken. Auf die Kommunen kämen neue Aufgaben zu, doch würden sie von Bund und Land nicht mit ausreichenden Finanzmitteln versorgt. Zwar habe Worpswede zirka 600 Gewerbebetriebe, doch das Gros seien Familien- und Kleinstbetriebe, die keine Gewerbesteuer zahlten. Besonders hart sei das für die Gemeinde, weil sie hohe Infrastrukturausgaben habe. Trotzdem sieht Semken Sparpotenziale. Das vom Rat beschlossene Energiemanagement müsse endlich eingeführt werden, um alle Energiesparmöglichkeiten auszuschöpfen. Sparen will die UWG auch beim Ausbau von Straßen. Selbst die Feuerwehren sind für Semken kein Tabu. Er spricht von Synergieeffekten und der Möglichkeit, kleinerer Ortswehren zusammenzulegen. Er glaubt nicht, dass das zu Lasten der Dorfgemeinschaften ginge. Für die leisteten die Feuerwehren "eine tolle Arbeit". Von Gemeindefusionen hält Semken wenig. Er will erst Beispiele erfolgreicher Fusionen sehen. "Alles muss auf den Prüfstand", sagt Thomas Conrad (FDP). Zu prüfen sei auch, ob sich Worpswede das Schwimmbad noch leisten könne. Die Baumschutzsatzung und die damit verbundenen Aufwandsentschädigungen für die Mitglieder der Kommission würde Conrad gern einsparen; kritisch prüfen will der Liberale auch die Aufwandsentschädigung für die Politiker. Eine Gemeindefusion wäre für Conrad das letzte Mittel, "wenn es gar nicht anders geht." "Worpswede muss wie alle anderen Kommunen angemessen am Steueraufkommen beteiligt werden", sagt Jörg Schmidt (Die Linke). Dabei könne die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns helfen. Nach einer Studie des Friedrich-Ebert-Instituts könne das bundesweit 13 Milliarden Euro mehr für die Kommunen bringen. "Worpswede hätte damit einen Teil seiner finanziellen Probleme gelöst", glaubt Schmidt. Eine Gemeindefusion bedeute dagegen Demokratieabbau. "Wir wollen die Eigenständigkeit Worpswedes erhalten."
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 6 Datum: 07.09.2011
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Was wird aus der Bergstraße?
Von Michael Wilke Worpswede. Die Bergstraße soll zur Kunst- und Kulturmeile werden, die die Worpsweder und Touristen zum Flanieren einlädt - das hat der Gemeinderat beschlossen. Dennoch bleibt die Ortskernsanierung mit Millionensummen aus dem Städtebauförderprogramm ein Reizthema im Künstlerdorf. Die Linkspartei lehnt die Umgestaltung ab. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) und die FDP wollen den großen Parkplatz lassen, wie er ist. Drei Kreisel gehören zum Konzept für den Ortskern. Auch da gehen die Meinungen der Parteien und Kandidaten auseinander. "Wir stehen hundertprozentig hinter dem Projekt Bergstraße", betont Hubert Hahndrich (CDU). "Dazu gehört auch die Umgestaltung des Parkplatzes." Die Flaniermeile ohne Bordsteine und Bürgersteige, auf der sich Autos, Radfahrer und Fußgänger auf einer Ebene bewegen, wird ein Gewinn für Worpswede - davon ist Hahndrich überzeugt. Den Parkplatz so zu lassen wie er ist, kommt für ihn nicht in Frage. "Fakt ist: Der neu gestaltete Parkplatz hat weniger versiegelte Fläche und mehr Grünflächen. Und er hat ein Entwässerungssystem. Man muss nur in die Pläne schauen", sagt der CDU-Spitzenkandidat. Autos dürfen auf der Flaniermeile nicht parken. Wo sollen sie hin? Wo sollen Busse parken, wenn die Zahl der Stellplätze auf dem Parkplatz auf drei beschränkt wird? Hahndrich verweist auf das Verkehrsgutachten von Gunter Ruwenstroth - eine Basis für gründliche Beratungen. Ruwenstroth hat bei der Vorstellung des Gutachtens im Worpsweder Ortsrat erklärt, dass die Zahl der Parkflächen im Ortskern sonntags nicht reichen wird. Hahndrich hält zusätzliche Stellplätze am Worpsweder Landhaus und auf dem Parkstreifen an der K 11 nahe dem Casa di Mobili für möglich. Den geplanten Kreisverkehr vor der Music Hall hält er für sinnvoll. Über den Nutzen der Kreisel vor dem Alten Rathaus und an der Ecke Bergstraße/Findorffstraße müsse noch beraten werden, meint der Politiker. Andreas Uphoff (SPD) glaubt, dass die Bergstraße "ein Highlight wird. Das ist eine Riesenchance für Worpswede." Auch die SPD hält an der Umgestaltung des Parkplatzes fest. Die Sicht auf den Park mit der Großen Kunstschau frei zu machen, ist in Uphoffs Augen "auch ein Gewinn". Über den Grünstreifen zwischen Bergstraße und Parkplatz und das Kappen der Sträucher und Bäume werde der Rat nach einer Begehung entscheiden. Den Parkplatz auszuklammern, macht für Uphoff keinen Sinn. "Da muss eine neue Entwässerung geschaffen werden." Das Parkproblem ist in seinen Augen nicht so dramatisch. Mehr als fünf Busse stünden nie gleichzeitig im Dorf. Ausweichplätze seien hinter der Jugendherberge und im Bereich der Schule möglich. Auf dem Parkstreifen an der K 11 könnten auch zwei Busse stehen. Uphoff plädiert für die drei geplanten Kreisel an den Eckpunkten des Goldenen Dreiecks im Ortskern. Sie sollen Besuchern signalisieren, dass hier eine besondere Zone beginnt. Jochen Semken (UWG) will die 600000 Euro für die Umgestaltung des großen Parkplatzes sparen. Eine Entwässerung könnte für 50000 bis 100000 Euro eingebaut werden, schätzt er. Eines steht für den Spitzenkandidaten der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) fest: "Der Grünstreifen muss erhalten werden, das ist unsere Hauptforderung." Ohne das Grün blickten Besucher auf Autos und Busse. "Dörfliche Struktur verträgt auch Büsche und Bäume", sagt Semken. "Dorf muss auch die Möglichkeit zum Entdecken bieten." Drei Kreisel brauche Worpswede nicht, glaubt der UWG-Kandidat. Sinnvoll sei ein Kreisverkehr nur an der Music Hall - da staue sich der Feierabendverkehr regelmäßig. Alle Busse aus der Bergstraße zu verbannen, wird kaum möglich sein, das sieht auch Semken. Doch müsse ein Gelände für zwei bis drei Busse in der Nähe des Ortskerns gesucht werden - auch nahe dem Barkenhoff. "Von da könnten die Leute zu Fuß zur Großen Kunstschau gehen" , sagt Semken. "Wir müssen das entzerren. Es darf sich nicht alles im Ortskern ballen." Thomas Conrad (FDP) will den großen Parkplatz in der Bergstraße so erhalten wie er ist. "Das Grün soll bleiben." Parkplätze gebe es im Umkreis des Ortskerns genug, meint Conrad: am Alten Rathaus, beim Worpsweder Landhaus, aber auch bei Aldi und Lidl. Unterhalb des Weyerbergs könnten an der Kreisstraße 11 nahe dem Casa di Mobili zusätzliche Stellplätze für Busse geschaffen werden. Bei alledem denkt Conrad auch an die Finanzen der Gemeinde. Die Parkplatz-Umgestaltung und der Bau neuer Parkflächen kosten "ein Riesengeld - das haben wir nicht". Deshalb sollte die Gemeinde nach Auffassung des FDP-Kandidaten auch auf zwei der drei geplanten Kreisel verzichten. Sinnvoll sei nur der Kreisverkehr vor der Music Hall, wo sich zur Rush Hour Staus bildeten. Die anderen beiden Kreisel hält Conrad für unsinnig. Jörg Schmidt (Die Linke) lehnt die Umgestaltung der Bergstraße ganz und gar ab: "Sie verfälscht den Charakter des Künstlerdorfs. Wir wollen kein Museumsdorf, sondern einen lebendigen und attraktiven Ortskern für Bewohner und Besucher." Der Künstlerort Worpswede erfordere eine Verknüpfung von altem Ortskern, Museen, Natur und Erholungsangeboten für Bewohner und Besucher. Die jetzige Parkplatz-Planung entspreche auch nicht den Vorstellungen der Linkspartei. Schmidt hält "eine Umgestaltung zu einem Marktplatz mit Veranstaltungsmöglichkeiten" für sinnvoll. Die geplanten Kreisverkehre sind für den Linken Geldverschwendung. Sein Fazit: "Die Planung muss neu aufgenommen werden. Dabei sind die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an zu beteiligen."
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 6 Datum: 07.09.2011
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Blick auf den großen Parkplatz in der Bergstraße CDU und SPD wollen ihn im Zuge des Umbaus der Bergstraße zur Kunst- und Kulturmeile umgestalten. UWG, FDP und Die Linke sind dagegen. FOTO: HASSELBERG
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Unverständnis über Schulschließung
Worpswede (aja). Mit Unverständnis und Wut reagiert Stephan Kück-Lüers, Initiator der Interessengemeinschaft weiterführende Schule Worpswede und Vorsitzender der CDU-Fraktion im Gemeinderat Worpswede, auf die Schließung der Haupt- und Realschule in Worpswede, die mit dem Kreistagsentschluss zur Einrichtung einer IGS im Ostkreis einhergeht (der ANZEIGER berichtete).
In einer Presseerklärung wirft Kück-Lüers Kreisverwaltung und SPD-Fraktion vor, dass sie von vornherein für eine Schließung des Schulstandortes Worpswede gewesen seien. „Dies allein aus dem Grund des vom Schulträger selbst verursachten Sanierungsstaus“ heißt es in der Erklärung. Die notwendige Sanierung der Haupt- und Realschule sei immer wieder verschoben worden. Der Schulträger habe sich „kaltschnäuzig über kommunale Mehrheiten hinweggesetzt, ohne Alternativen ernsthaft in Betracht zu ziehen“, wirft Kück-Lüers dem Landkreis vor. Eine Außenstelle Worpswede wäre möglich gewesen, verweist er auf ein Schreiben der Landesregierung, das dem ANZEIGER vorliegt. Auch mit der SPD und UWG geht Kück-Lüers hart ins Gericht. Die Interessensgemeinschaft beschuldigt die SPD „ein hinterhältiges Spiel auf dem Rücken der Bürger“ gespielt zu haben. Nachdem das favorisierte IGS-Modell an drei Standorten von der Landesregierung nicht genehmigt wurde, hätten SPD und UWG nicht mehr ernsthaft versucht, den Standort Worpswede zu retten. Mit der Entscheidung werde die Zukunft einer selbstständigen Gemeinde, die jetzt ohne weiterführende Schule um junge Familien werben müsse, leichtfertig aufs Spiel gesetzt – „ein bislang beispielloser Vorgang“. Aber auch die anderen Gemeinden des Landkreises würden diese Entscheidung spüren: „Die finanzielle Belastung des Landkreises für die jetzt beschlossene IGS-Lösung mit der Übernahme der Schulträgerschaft der Schule Lilienthal wird wohl in zweistelliger Millionenhöhe ausfallen, was wiederum von allen Gemeinden zu tragen sein wird.“
(c) Osterholzer Anzeiger vom 31.08.2011
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CDU hat sich auf Mannschaft festgelegt Worpsweder Christdemokraten ziehen mit 24 Kandidatinnen und Kandidaten in den Kommunalwahlkampf
Von Siegfried Deismann Worpswede. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung wurde über die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für die Worpsweder Gemeinderatswahl am 11. September abgestimmt - und die fiel mit zwei Dutzend Namen recht umfangreich aus. "Langjährige und verdienstvolle Ratsmitglieder wie Ernst Orgel, Erich Geffers, Diedrich Tietjen und Erika Weidlich-Wallmoden stehen für eine weitere Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung", teilte der Worpsweder CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Hubert Hahndrich mit. "Ebenso wird Reinhard Behrens nach seiner ersten Amtszeit als Ratsherr nicht wieder antreten." Trotzdem sei es dem Vorstand gelungen, eine sehr gut besetzte Kandidatenliste zusammenzustellen, sagt Hahndrich. "Mit einer ausgewogenen Mischung aus engagierten und kompetenten Frauen und Männern aller Alters- und Berufsgruppen wirbt die CDU Worpswede um Wählerstimmen." Auf der Liste seien aber auch parteilose Kandidaten zu finden. Denen sei es wichtig, sich zusammen mit der CDU für die Belange Worpswedes zu engagieren. Laut Hahndrich sind dies neben Armin Kanning Heiko Pankoke, Oliver Twisterling und Pascal Radon, die ihre Erfahrung und ihr Fachwissen in die Arbeit des Gemeinderates einbringen wollen. Somit bewerben sich am 11. September auf der Liste der CDU Worpswede folgende Bürgerinnen und Bürger um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler im Künstlerdorf: Hubert Hahndrich, Michael Haar, Anette Faouzi, Wolfgang Wedelich, Willi Seidel, Werner Grobbau, Waldemar Hartstock, Norbert H. H. Becher, Stephan Kück-Lüers, Gerhard Schröder, Oliver Twisterling, Stefan Thölken, Klaus-Dieter Postels, Sigrid Kaufmann, Thomas Böttjer, Paul Rodig, Armin Kanning, Volker Monsees, Pascal Radon, Helmut Tietjen, Harald Rabenstein, Frank Arbatschat, Heiko Pankoke und Friedrich-Karl Schröder. Für die Kreistagswahl wurden als Worpsweder CDU-Kandidaten Werner Grobbau, Willi Seidel, Friedrich-Karl Schröder und Hubert Hahndrich nominiert. Erklärtes Ziel der CDU Worpswede ist es laut Hahndrich, das sehr gute Wahlergebnis aus 2006 noch zu verbessern. "Der Arbeitsnachweis der aktuellen Ratsfraktion unter dem Fraktionsvorsitz von Stephan Kück-Lüers ist ein sehr guter Grund dafür, dass dieses Ziel auch erreicht werden kann", glaubt Hubert Hahndrich. Im Fokus des neuen und sehr umfangreichen Wahlprogramms stehen laut dem Gemeindeverbandsvorsitzenden Themen wie Gemeindefinanzen, Familien (Kinder, Eltern, Senioren), Wirtschaft und Tourismus, Infrastruktur sowie Kunst und Kultur. Veröffentlicht und somit nachlesbar soll dies demnächst auch auf der Homepage der CDU Worpswede sein, die gerade überarbeitet wird.
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 3 Datum: 22.07.2011
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